Presseaussendungen

PA Grundeinkommen im Wahlkampf

Presseaussendung des Netzwerks Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt – B.I.E.N. Austria

Grundeinkommen darf kein blinder Fleck im Wahlkampf sein!

Helga Kromp-Kolb, Philipp Blom, Thomas Köck und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens nehmen Stellung, warum sie für ein bedingungsloses Grundeinkommen eintreten.

 

„Das Thema bedingungsloses Grundeinkommen darf kein blinder Fleck bei den wahlwerbenden Gruppen und im Wahlkampf sein“, sagt das Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt – B.I.E.N. Austria. „Das Grundeinkommen wird angesichts von Automatisierung und sozialer Ungleichheit heute international breit diskutiert - von ExpertInnen, Wirtschafts­vertreterInnen, Intellektuellen usw. – und ist medial stark präsent geworden. Nur die wahlwerbenden Gruppen scheinen noch nicht so weit zu sein.“

Mit einer Aktion möchte das Netzwerk Grundeinkommen nun unterstreichen, dass das Bedingungslose Grundeinkommen in den Programmen derer, die uns in den nächsten Jahren vertreten wollen, keine Leerstelle sein darf.

Persönlichkeiten aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen haben sich bereits an der entsprechenden Aktion beteiligt und unterstützen damit dieses Anliegen des Netzwerkes:

So fordert die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb in Hinblick auf die durch den Klimawandel notwendige große gesellschaftliche Transformation: „Die erforderlichen Veränderungen werden wesentlich einfacher zu erreichen sein, wenn niemand durch Existenzängste gehemmt wird. Das ist ein wichtiger Grund, ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen. Es muss allerdings zum Leben reichen!“

Mit Blick auf das Thema Automatisierung und die Gefahr, dass zahlreiche Menschen „überflüssig“ gemacht werden, kann für den Buchautor und Journalisten Philipp Blom das Grundeinkommen „das utopische Potential freisetzen, das eine Gesellschaft ohne Arbeit eben auch beinhaltet“.

Für den Präsidenten der Katholischen Aktion Wien Walter Rijs ist das Bedingungslose Grundeinkommen wahlentscheidend, “weil dringend gebraucht für mehr Demokratie, mehr Solidarität und mehr Gerechtigkeit!“

Für Dramatiker und Autor Thomas Köck ist das Bedingungslose Grundeinkommen „die einzige, wirkliche Möglichkeit die neue ökonomische Schere, die sich momentan durch ganz Europa frisst und den Begriff `Mittelstand´ quasi verschwinden lässt, wieder einigermaßen zu schließen.“

Ökonomin Gabriele Michalitsch ist für ein BGE: „Weil Armut, Angst und Unfreiheit zunehmen, rechte Führer Enttäuschung und Frustration – historisch bewährt – in `anderen´ ein destruktives Ventil bieten und immer regeren Zulauf erhalten, der die liberal-demokratischen Fundamente der Nachkriegsgesellschaft bedroht, muss ein existenzsicherndes Grundeinkommen und dessen ideelle Basis von Sicherheit, Freiheit und Integration mehr denn je herrschender Politik und Denkweise entgegengehalten werden."

Alle vollständigen Statements auf www.grundeinkommen.at

Im Rahmen dieser Aktion und in Hinblick auf die kommende Internationale Woche des Grundeinkommens (18.- 24.9.2017) werden weitere Statements veröffentlicht werden.

Programm der 10. Int. Woche des Grundeinkommens:

http://www.pro-grundeinkommen.at/WdGE2017/Programm/

Anhänge:
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