Presseaussendung Grundeinkommen - realistisch und kühn zugleich

Utl.: In einer Zeit des dramatischen Umbruchs der Arbeitsgesellschaft, die immer mehr VerliererInnen produziert, findet die Diskussion über Grundeinkommen weltweit zunehmende Beachtung. Vor Beginn des ersten deutschsprachigen Kongresses „Grundeinkommen - In Freiheit tätig sein“ von 7.- 9.10. 2005 in Wien sind alle Workshops ausgebucht, das übertrifft alle Erwartungen der VeranstalterInnen.

„Grundeinkommen ist realistisch und kühn zugleich“, sagt der Grundeinkommensvordenker und Professor in Harvard sowie Louvain/Belgien Philippe van Parijs kurz vor dem ersten deutschsprachigen Kongress über ein bedingungsloses Grundeinkommen in Wien von 7. - 9.10.2005. Van Parijs, der am Freitag das Hauptreferat halten wird: „Grundeinkommen ist die beste Art um sicher zu gehen, dass die, die wirklich in Not sind, ein Minimum an Existenzmitteln erhalten. Darüberhinaus unterstützt es Arbeit und generell Aktivität. Aber nicht um jeden Preis“.

Von niederländischen Gewerkschaftskreisen zum katalonischen Parlament, vom Brasilien Lulas zum Südafrika nach dem Apartheid-Regime, von der ILO zum UNDP, Van Parijs sieht weltweit zahlreiche Ort, an denen Überlegungen zur Zukunft der sozialen Sicherheit durch die Arbeit von Grundeinkommens-ExpertInnen beeinflusst werden. In Irland hat die Regierung sogar ein Grünbuch zur Einführung eines Grundeinkommens herausgegeben. Zum Kongress nach Wien kommen 250 TeilnehmerInnen aus Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kirchen, bedeutend mehr als von den VeranstalterInnen erwartet.

Eduardo Suplicy, Vorsitzender des internationalen Netzwerks „Basic Income Earth Network“ (BIEN), brasilianischer Senator und Mitbegründer der Arbeiterpartei Lulas wird am Samstag und Sonntag in zwei öffentlich zugänglichen Veranstaltungen über „Grundeinkommen als Projekt zur Armutsbekämpfung“ in den Ländern des Südens und „Eine Welt mit Grundeinkommen“ sprechen. Der österreichische Literat Franzobel hält am Sonntag im Rahmen der Zukunfts-Matinée eine Rede über Grundeinkommen.

Am Kongress referieren ExpertInnen zu Themen wie „Krise der Erwerbsgesellschaft“, Daseinsvorsorge, Geschlechtergerechtigkeit, Finanzierungsmodelle, „Grundeinkommen und Post/Produktivität“, „Grundeinkommen und Unternehmen“ Für die VeranstalterInnen birgt ein bedingungsloses, existenzsicherndes Grundeinkommen jene sozialpolitische innovative Kraft, die eine Antwort auf die anstehenden Herausforderungen im Bereich Arbeit, soziale Sicherheit und Globalisierung ist.

Den Kongress veranstalten die Grundeinkommens-Netzwerke in Deutschland und Österreich sowie Attac.

Kongressinfo: www.grundeinkommen2005.org

Wien, 6.10.2005

Rückfragehinweis für die Medien:

Markus Blümel (Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt Österreich)

01-310 51 59-70 (Büro); 0676-58 38 497 (während des Kongresses); Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ;

Beatrix Beneder (attac Österreich), 01-5440010; 0676-537 98 95

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