Grundeinkommen in der Friedensburg Schlaining

Sommerakademie 2012: Schon im Einleitungsreferat von Jakob von Uexküll wurde ein garantiertes, bedingungsloses Grundeinkommen als Werkzeug für nachhaltige Zukunft postuliert.

In mehreren Workshops und im Open Space wurde die Idee und Wege der Finanzierung ausführlich diskutiert. Im Schlussdokument, das von Andreas Zumach als Manifest gestaltet wurde, wird die Forderung an prominenter Stelle festgehalten und veröffentlicht.  <http://www.aspr.ac.at/aspr/

Von der 68er Bewegung zum Neoliberalismus

Von der 68er Bewegung zum Pyrrhussieg des Neoliberalismus

Sozialphilosophische Aufsätze zu 1968, Fordismus, Postfordismus und zum bedingungslosen Grundeinkommen

Karl Reitter unterrichtet Philosophie an der Universität Wien und Klagenfurt und hat sich mit einer Arbeit zu Marx und Spinoza habilitiert.

Der Autor bilanziert mit diesem Sammelband die gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Ausgehend von einer Analyse der 68er Bewegung sowie der kritischen Rezeption des Begriffs der gesellschaftlichen Synthesis bei Sohn-Rethel mündet das Buch in einem engagierten Plädoyer für das Projekt des bedingungslosen Grundeinkommens, dessen Relevanz sich vor allem aus seinem Charakter als Übergangsforderung ergebe. Im Zentrum des Buches steht Analyse der Transformationen vom Fordismus zum Neoliberalismus, wobei die Entwicklung der Profitrate als das Treibende der geschichtlichen Entwicklung ausgewiesen wird. Durch Bezugnahme auf organisatorische, lebensweltliche und kulturelle gesellschaftliche Entwicklungen sowie der Rekurs auf die Debatte um mögliche emanzipatorische Aspekte der gegenwärtigen Epoche werden ökonomistische Engführungen vermieden und erneut die analytische Kraft Marxscher Kategorien belegt. Die Beiträge sind in sich abgeschlossen, ergeben jedoch in der Zusammenschau ein komplexeres Bild, als es aus den einzelnen Aufsätzen hervorgeht.

Wiener Verlag für Sozialforschung

ISBN: 9783944690209; Preis: 29,90 €; 124 Seiten

Verfügbar ab: 30.04.2014

"Europäische Bürgerinitiative" auf dem Weg

Am 8.7.2012 wurde bei der Europäischen Kommission der Text der Europäischen Bürgerinitiative zum bedingungslosen Grundeinkommen eingereicht. Leider gibt es eine ablehnende Rückmeldung der EU-Kommission.

Die online-Einreichung des Textes erfolgte im Rahmen des zweiten Treffens des 41 Mitglieder umfassenden europäischen Bürgerausschusses, der für die EBI zum Grundeinkommen verantwortlich ist. Für Österreich hat daran Klaus Sambor teilgenommen.

Der Bürgerausschuss von VertreterInnen aus 14 Mitgliedstaaten wird einen veränderten / verbesserten Textvorschlag erneut einreichen, der vor allem auf die Begründungen der EU-Kommission reagieren soll. 

Für Herbst 2013 wird weiterhin mit dem Start der Kampagne gerechnet. Ein Jahr lang ist dann Zeit, um die notwendigen 1.000.000 Unterschriften zu sammeln.

Kampagnen-Koordination in Österreich:

Runder Tisch Grundeinkommen (Treffen, News, Unterstützung,..):
www.pro-grundeinkommen.at; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Sende uns Deine e-mail, wenn Du Dich für die Kampagne engagieren möchtest oder um aktuelle News zur Kampagne zu erhalten.

10 Gründe für ein bedingungsloses Grundeinkommen

Es leistet einen Beitrag

  1. zur Sicherung der Menschenrechte auf Leben und soziale Sicherheit ohne stigmatisierende Bedürftigkeitsprüfungen
  2. zur Befreiung von finanziellen Existenzängsten und zur Ermöglichung eines Lebens in Würde
  3. zur restlosen Abschaffung von Einkommensarmut und ihren zerstörerischen Folgen und zur Erhöhung von Gesundheit,  Wohlbefinden und Lebensqualität
  4. zur Verteilungsgerechtigkeit, Geschlechtergleichbehandlung und Chancengleichheit und dadurch zur Verringerung der Einkommensschere und zur Sicherung des sozialen Friedens
  5. zur Verbesserung der Verhandlungsposition Lohnabhängiger (Arbeitsbedingungen, Lohnhöhe, Arbeitszeit)     durch Wegfall existenzieller Bedrohung
  6. zur Erweiterung des Entscheidungsfreiraumes für selbstgewählte Lebensentwürfe mit oder ohne Teilnahme an marktfähiger Arbeit
  7. zum Ausbau der Möglichkeit, über eigenes Leben und die Gesellschaft nachzudenken und sich gesellschaftspolitisch, ökologisch und kulturell aktiver einzubringen
  8. zur Stärkung der Demokratisierung durch bessere Möglichkeit, an der Gestaltung der Gesellschaft teilzunehmen
  9. zur Vereinfachung der Verwaltung und zum Abbau unnötiger Sozialbürokratie
  10. zur Gemeinwohlorientierung statt derzeitiger Überbewertung ökonomischer Aspekte und durch Entkopplung der Existenzsicherung von Erwerbsarbeit zu mehr Freiheit in Verantwortung
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