Bedingungslose Grundsicherung für Kinder

Bedingungslose Kindergrundsicherung

Österreichische Plattform für Alleinerziehende (ÖPA)
fordert gerechte und bedingungslose
Grundsicherung für alle Kinder in Österreich

Im Rahmen der 5. Internationalen Woche des Grundeinkommens fand am 21.9.2012 im Haus der Europäischen Union in Wien eine Europäische Fachtagung zum Thema „Kindergrundsicherung“ statt. Seit Oktober 2010 hat die Österreichische Plattform für Alleinerziehende (ÖPA) unter Beteiligung vieler ihrer Mitglieder ein Konzept zur „Kindergrundsicherung“ entwickelt, das auf der Fachtagung präsentiert, im Europacáfe kommentiert wurde und jetzt weiter entwickelt wird.

In einer Presseaussendung dazu fordert die ÖPA die Einführung einer Kindergrundsicherung für jedes Kind und jeden jungen Erwachsenen in Ausbildung, solange die Eltern unterhaltspflichtig sind. Die Höhe müsse sich nach den tatsächlichen Kinderkosten richten. „Bei der dringend notwendigen Neuberechnung der Kinderkosten darf nicht nur vom Existenzminimum ausgegangen werden. Kindern müssen gleiche Teilhabechancen – vor allem im Bildungsbereich – zugestanden werden“, so Elisabeth Wöran, Geschäftsführerin der ÖPA. Die Kindergrundsicherung würde alle Familienleistungen zusammenfassen und gleichberechtigt als Geldleistung neben den Sachleistungen für Kinder stehen.

Grundeinkommen in der Friedensburg Schlaining

Sommerakademie 2012: Schon im Einleitungsreferat von Jakob von Uexküll wurde ein garantiertes, bedingungsloses Grundeinkommen als Werkzeug für nachhaltige Zukunft postuliert.

In mehreren Workshops und im Open Space wurde die Idee und Wege der Finanzierung ausführlich diskutiert. Im Schlussdokument, das von Andreas Zumach als Manifest gestaltet wurde, wird die Forderung an prominenter Stelle festgehalten und veröffentlicht.  <http://www.aspr.ac.at/aspr/

Von der 68er Bewegung zum Neoliberalismus

Von der 68er Bewegung zum Pyrrhussieg des Neoliberalismus

Sozialphilosophische Aufsätze zu 1968, Fordismus, Postfordismus und zum bedingungslosen Grundeinkommen

Karl Reitter unterrichtet Philosophie an der Universität Wien und Klagenfurt und hat sich mit einer Arbeit zu Marx und Spinoza habilitiert.

Der Autor bilanziert mit diesem Sammelband die gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Ausgehend von einer Analyse der 68er Bewegung sowie der kritischen Rezeption des Begriffs der gesellschaftlichen Synthesis bei Sohn-Rethel mündet das Buch in einem engagierten Plädoyer für das Projekt des bedingungslosen Grundeinkommens, dessen Relevanz sich vor allem aus seinem Charakter als Übergangsforderung ergebe. Im Zentrum des Buches steht Analyse der Transformationen vom Fordismus zum Neoliberalismus, wobei die Entwicklung der Profitrate als das Treibende der geschichtlichen Entwicklung ausgewiesen wird. Durch Bezugnahme auf organisatorische, lebensweltliche und kulturelle gesellschaftliche Entwicklungen sowie der Rekurs auf die Debatte um mögliche emanzipatorische Aspekte der gegenwärtigen Epoche werden ökonomistische Engführungen vermieden und erneut die analytische Kraft Marxscher Kategorien belegt. Die Beiträge sind in sich abgeschlossen, ergeben jedoch in der Zusammenschau ein komplexeres Bild, als es aus den einzelnen Aufsätzen hervorgeht.

Wiener Verlag für Sozialforschung

ISBN: 9783944690209; Preis: 29,90 €; 124 Seiten

Verfügbar ab: 30.04.2014

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