Sabine Jungwirth meint zum Grundeinkommen


Sabine Jungwirth
Bundessprecherin Grüne Wirtschaft Österreich

Der Klimawandel und die Veränderungen in der
Arbeitswelt durch die Digitalisierung sind für
mich die beiden größten Herausforderungen
unserer Zeit, die es rasch anzugehen gilt.

Eine echte Klimakatastrophe werden wir nur verhindern können, wenn es uns gelingt ein Ressourcen schonenderes Leben zu führen. Für die Zukunft der Arbeit gilt es eine Transformation des Arbeitsbegriffs vorzunehmen, sodass jede Form der Tätigkeit für unsere Gesellschaft als wertvoll betrachtet wird. Damit muss sich die Rolle des Menschen im Wertschöpfungsprozess ebenfalls verändern und eine neue Form der Verteilung der ökonomischen Erträge gefunden werden.

Für beide Bereiche könnte das Bedingungslose Grundeinkommen eine Lösung sein. Es ermöglicht eine finanzielle Basisabsicherung, die auch für diejenigen, die in den derzeit nicht entlohnten Bereichen der Care-, Reproduktions- und Freiwilligenarbeit wichtige Beiträge erbringen, Sicherheit herstellt. Gleichzeitig birgt es die Chance eine bessere Fairteilung von Erwerbsarbeit herbeizuführen, wodurch wir mehr Zeit für Reparaturarbeit, Pflege sozialer Beziehungen etc. gewinnen könnten. Das Bedingungslose Grundeinkommen bietet also die Chance auf ein Leben mit neuen Qualitäten, die es erleichtern den Weg in eine Suffizienz- und Subsistenzwirtschaft zu beschreiten.


Philipp Blom meint zum Grundeinkommen

„Eine Gesellschaft, in der viel mehr Arbeit automatisiert ist und viel weniger Menschen Arbeit haben, kann eine enorme Chance bedeuten - oder dazu führen, dass eine Klasse der Überflüssigen und Nutzlosen entsteht, zum Ende von Demokratie und gleichen Rechten.
Den wichtigsten Unterschied zwischen beiden Szenarien wird das Grundeinkommen machen.
Nur so können wir das utopische Potential freisetzen, das eine Gesellschaft ohne Arbeit eben auch beinhaltet."

Dr. Philipp Blom, Historiker, Sachbuchautor, Journalist, 2017 erschien der Band "Was auf dem Spiel steht"

Nicht länger Opfer sein - Grundeinkommen

Grundeinkommen: Nicht länger Opfer sein, frei wählen

von Erich Kitzmüller

Ein Grundeinkommen ist "nur Geld", aber Geld für jede und jeden, gleich viel Geld für alle - ohne Nachweis und Kontrolle einer bürokratisch definierten Bedürftigkeit oder einer fremdbestimmten Leistungsbereitschaft. Damit ändert der Geldfluss seinen Charakter, Geld verliert partiell den Giftstachel.

Den Nutzen haben wir alle: Weniger Abstürzende, und quer durch die Schichten und Milieus weniger Geängstigte/Wütende, weniger Opfer. Die Chancen für Faschismus sinken, ein Sockel von Vertrauen in die Zugehörigkeit zur Gesellschaft und ihre Veränderbarkeit kann entstehen.

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